Meyer schreibt wie J.K. Rowling

18. August 2010

Stephenie Meyer liebt Shakespeare und Emily Brontë. Merkt man das auch ihrer Sprache an? Ich habe es getestet. Der montenegrinische Webdienst I write like – iwl.me macht es möglich. Hier kann man einen englischen Text eingeben. Ein absolut wasserdichter Algorithmus errechnet dann, welcher Dichter am ähnlichsten klingt wie der fragliche Beitrag. Und wie schreibt Stephenie Meyer nun? Wie J.K. Rowling, Stephen King und wie James Joyce – und wie sie selbst.

Natürlich habe ich auch mein eigenes Englisch überprüft. Ich schreibe auch wie James Joyce.

Hier könnt ihr meinen Test nachverfolgen. Weiterlesen »

Stephenie Meyer: die Biografie

12. August 2010

Meyer-Biografie

Meyer-Biografie

Achtung, Achtung, hier kommt die neueste Neuigkeit aus der Twilight-Produktwelt. Schwarzkopf & Schwarzkopf bringt eine Biografie von Stephenie Meyer heraus. Das ist der Verlag, der auch schon alle möglichen anderen Fan-Bücher zu den Twilight-Stars gemacht hat. Das Buch erscheint am 15. September und kostet dann 9,95 Euro.

Hier seht ihr es schon mal. Eine Leseprobe und Inhaltsangaben lest ihr hier. Weiterlesen »

Rekordmeldung

04. August 2010

Der Twilight-Verleiher Concorde jubelt: Für Eclipse sind inzwischen über drei Millionen Karten verkauft worden. Das ist in diesem Jahr der erste Film in den deutschen Kinos, der das geschafft hat. Hier kommt die Mitteilung des Verleihers. Weiterlesen »

Letzter Bis(s)-Film: November 2012

04. August 2010

Wann läuft eigentlich der Schlussteil der Twilight-Sage im Kino? Am 16. November 2012 – das allerdings erstmal in Amerika. Einen deutschen Starttermin gibt es noch nicht. Alles weitere schreibt euch die Nachrichtenagentur dpa. Hier steht es. Weiterlesen »

Ich, schamlos

03. August 2010

Wer hat die Doku Twilight in Forks gesehen? Da kommt so ein Experte zu Wort, der sagt: In Amerika lesen total viele Männer Stephenie Meyer. Aber sie stehen nicht dazu. US-Männer, die Twilight in der Eisenbahn lesen wollen, wickeln ihr Buch deshalb in eine Autozeitschrift ein.

Dafür habe ich kein Verständnis. Erstens: Niemals würde ich eine Autozeitschrift lesen. Zweitens: Ich schäme mich für gar nichts. Das kann ich mir als Twilight-Blogger gar nicht leisten.

Ich habe vor ein paar Tagen übrigens Eclipse ausgelesen. Zeit für einen Rückblick auf meine schönsten Momente mit dem Buch. Die Bilder beweisen: Ich lese Stephenie Meyer überall!

Hier lese ich in der Eisenbahn die englische Ausgabe von Eclipse. (Das Buch liegt auf meinem Schoß. Das in meiner Hand ist Käsebrot.)

Hier lese ich in der Eisenbahn die englische Ausgabe von Eclipse. (Auf meinem Schoß. Das in meiner Hand ist Käsebrot.)

                                                                                               

Auch Tropenhitzte verhindert nicht die Lektüre. Wetterbedingt sitze ich hier in meinem Kühlschrank. In der Vergrößerung kann man übrigens Schimmel in den Schranktür-Fugen erkennen. Als Vampirist habe ich es daheim schön modrig.

Auch Tropenhitzte verhindert nicht die Lektüre. Wetterbedingt sitze ich hier in meinem Kühlschrank. In der Vergrößerung kann man übrigens Schimmel in den Schranktür-Fugen erkennen. Als Vampirist habe ich es daheim schön modrig.

                                                                                               

Auch im Supermarkt lese ich. Meine Stammprodukte finde ich blind. Leider sind jetzt die Regale umsortiert worden. Ich lese weiter. Risiko!

Auch im Supermarkt lese ich. Ehrensache. Meine Stammprodukte finde ich blind. Leider sind jetzt die Regale umsortiert worden. Ich lese weiter. Risiko!

                                                                                               

Selbstverständlich lese ich auch im Dienst. Das ist ja der Sinn der Sache. Ich bin Blogger; das gehört zu meiner Arbeit.

Selbstverständlich lese ich auch im Dienst. Das ist ja der Sinn der Sache. Ich bin Blogger; das gehört zu meiner Arbeit.

                                                                                               

Das war, ihr erinnert euch, der schwarze Moment, als ich mein Buch nachts auf dem Balkon vergessen hatte. Eine schwere Gewitternacht. Danach habe ich das Buch nicht mehr so oft mit nach draußen genommen.

Das war, ihr erinnert euch, der schwarze Moment, als ich mein Buch nachts auf dem Balkon vergessen hatte. Eine schwere Gewitternacht.

                                                                                               

Beherzt habe ich damals mein Truthahnsteak vom Herd gerissen, um das Buch in der Pfanne zu trocknen.

Beherzt habe ich mein Pfauensteak vom Herd gerissen, um rasch das Buch in der Pfanne zu trocknen.

                                                                                               

Seitdem kann es das hier.

Seitdem kann es das hier.

Leo schlägt Edward

02. August 2010

Leonardo DiCaprio verweist Meyers Vampire auf die Plätze. In den aktuellen Kinocharts führt sein Sci-Fi-Film Inception. Eclipse nur noch auf Platz 3. Wer auf dem zweiten Platz steht, schreibt euch die Nachrichtenagentur dpa. Hier könnt ihr es nachlesen: Weiterlesen »

Emily Brontë im Twilight-Format

01. August 2010
Emily Brontë im Carlsen-Verlag

Emily Brontë im Carlsen-Verlag

Eine ganz tolle und wichtige Schriftstellerin ist? – Stephenie Meyer! Klar, das dachte ich mir das ihr das jetzt denkt. Ich meinte allerdings Emily Brontë. Die hat nur dreißig Jahre gelebt und das im 19. Jahrhundert. Ihr einziger Roman heißt Wuthering Heights, auf Deutsch Sturmhöhe. Jeder muss ihn gelesen haben – und das sieht auch Stephenie Meyer so. Tatsächlich merkt man das den Twilight-Romanen an. Auch deswegen, weil das Buch von Emily Brontë ständig erwähnt wird. Bella liebt das Buch. Ihr Exemplar ist total zerlesen. Edward ist zwar skeptisch, aber auch er kann wörtlich daraus zitieren. Und jetzt das Verblüffende: Der Carlsen-Verlag hat erkannt: Vielleicht kann man die Meyer-Fans zu Brontë-Fans machen. Ich würde das sehr gut finden. Im November bringt Carlsen das Buch raus. Sehr billig: Knapp zehn Euro für über 500 Seiten. Mit seinem blumigen Umschlag sieht das Buch aus, als wäre es von Stephenie Meyer persönlich. (Nur das Wort Biss kommt nirgendwo vor.) Hier beim Verlag steht mehr.

Aufgeblähte Schmachtfetzen der Mormonin?

01. August 2010

Sind die Twilight-Romane aufgeblähte Schmachtfetzen einer Mormonin? Erfordert Stephenies Meyers adjektivüberladener Stammelstil einen literaturkritischen Exorzisten ?

Ich schreibe es an dieser Stelle nur ungern. Aber zu den Kollegen, deren Humor mich regelmäßig begeistert, gehört auch der Literaturkritiker Denis Scheck. Für den Tagesspiegel (und für seine eigene Fernsehsendung) nimmt er es auf sich, jeden Roman aus der Spiegel-Bestsellerliste zu lesen. Das Resultat sind dann zum Teil sehr vernichtende Urteile. Leider, ich muss es zugeben, auch im Fall von Stephenie Meyer. Es würde mich natürlich interessieren, wie ihr die Sache seht. Kommentiert nur!

Das hier zum Beispiel schreibt Denis Scheck im Tagesspiegel vom Wochenende über den Schlussband der Biss-Tetralogie: Gegen die aufgeblähten Schmachtfetzen der Mormonin aus Arizona helfen scheinbar weder Knoblauch noch Weihwasser oder Silberkugeln. Die Gesamtauflage von Meyers bislang vier Romanen um die prüde Schöne Bella Swan und den höflichen Vampir Edward Cullen beträgt über hundert Millionen Exemplare. Doch erfahrene literaturkritische Exorzisten wissen: Lautes Vorlesen enttarnt den adjektivüberladenen Stammelstil Meyers, ihre totale Unfähigkeit zum Malen von Stimmungen ebenso wie ihr Unvermögen, abstrakte Gedanken darzustellen. Zurück bleibt nur ein von Lachtränen benetztes jämmerliches Häufchen Asche. Denis Schecks ganze Tagesspiegel-Rezension der Bestsellerliste lest ihr hier.

Biss zum ersten Sonnenstrahl kommt bei Denis Scheck nicht viel besser weg. Ich zitiere mal: Bree ist die klassische „damsel in distress“, eine Jungfrau in Bedrängnis, die im Hochzeitskleid Kohlen schippen könnte, ohne dass auch nur ein Stäubchen ihre Makellosigkeit beeinträchtigen würde. Offenbar plagte Stephenie Meyer das schlechte Gewissen, wie lieblos sie diese Figur über die Klinge springen ließ. Doch in dem Versuch, poetische Gerechtigkeit herzustellen, verschlimmbessert Meyer alles. Dieser Roman trieft vor Moral, deren besondere Perfidie gerade darin besteht, dass sie einen Sinn unterstellen muss für einen sinnlosen Tod. Die ganze Tagesspiegel-Rezension der Bestsellerliste lest ihr (immer noch) hier.

Da der Bree-Tanner-Roman immer noch eingeschweißt in meinem Regal liegt, kann ich mich zu Schecks Kritik in dieser Sache erfreulicherweise nicht äußern. Biss zum Ende der Nacht kenne ich auch noch nicht. Aber trotzdem meine ich, hier schon einen vorsichtigen Einwand formulieren zu dürfen. Ich finde Bella gar nicht so prüde, wie immer alle sagen. Sie ist ja sogar ganz ausdrücklich eine Befürworterin von vorehelichem, äh, Körperkontakt. Nur dass Edward immerzu auf die Bremse tritt. Ich wage die Behauptung: Hier irrt Scheck. Was die literarischen Qualitäten angeht, habe ich den Eindruck: Echte Twilight-Fans bringen von sich aus soviel Einfühlung mit, dass Meyers Kunst der Stimmungsmalerei keine Rolle mehr spielt. Stephenie Meyers Adjektive – das müsst ihr mir bitte nachsehen – finde ich auch nicht so originell. Im ersten Band wird zum Beispiel immerzu Edwards schiefes Lächeln gelobt. Schief? Ich finde, das klingt eher uncharmant. Im Original stand sicher ein freundlicherer Begriff.

Mir ist übrigens aufgefallen, dass bei den deutschen Twilight-Ausgaben nach dem ersten Band der Übersetzer ausgewechselt wurde. Ich frage mal beim Verlag nach, was dahintersteckt. Vielleicht nur ein Zufall.

Bellas komischer Name

31. Juli 2010

Mir ist aufgefallen, dass Stephenie Meyer ihren Figuren gern sprechende Namen gibt. Bella bedeutet ja zum Beispiel schön, und Swan heißt Schwan. Edward hat das auch bemerkt. Was ihm dazu einfällt, formuliert er in einem Beitrag zum Dichterwettstreit. Hier ist es nachzulesen.

Quotenstars mit Reißzähnen

30. Juli 2010

Tele 5 jubelt: Dank seiner Vampirreihe hat der Sender die besten Quoten aller Zeiten! Man muss natürlich auch zugeben, dass in der Reihe ziemliches Blockbuster-Programm zu sehen war. An mir persönlich hat es leider nicht gelegen. Ich habe mir den Quotenbringer Underworld kurz vor der Fernsehausstrahlung blöderweise bei Amazon bestellt. Ist euch übrigens aufgefallen, dass in Underworld einer der Twilight-Volturi mitspielt? Der Schauspieler heißt Michael Sheen. Und jetzt ratet mal, was der hier für eine Rolle hat: Der Obervampir spiel in Underworld einen Werwolf. Gibt’s ja gar nicht.

Hier folgt der Triumphschrei des Senders in Form einer Pressemitteilung.
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